Bildquelle: Team WBV Landshut w.V.
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Brennholz Börse

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Holzmarkt im September 2017

War das (Borkenkäfer-) Jahr im Raum Landshut bereits schon ein absolutes Katastrophenjahr, so hat das Großschadereignis im Raum Passau (rd. 2 Mio. fm Schadholz) den Holzmarkt nun völlig aus der Bahn geworfen. Ein umgehender Einkaufstop nahezu aller Großsäger war die Folge, die WBV war gezwungen, dies gleichzutun. Mittlerweile kann wieder Holz zur Vermarktung angenommen werden. Die bereits vorher schon extrem zögerliche Abfuhr des Rundholzes gerät durch die immensen Schadholzmengen noch weiter unter Druck. Aktuell sind mit 4-8 Wochen zu rechnen.

Die aktuellen Fixlängenpreise bis Ende Oktober 2017 (bzw. bis die Vertragsmengen der WBV ausgeschöpft sind!):

Fichte Fixlängen frisch 2b+ 80 € netto (84,4 € brutto) bei einer Menge ab 10 fm, unter 10 fm 5 €/fm werksseitiger Mindermengenabschlag. Käferabschlag 25 €, D-Holz 1b-2a 35 €/ 2b+ 40 €.

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 50 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Aktuell keine Nachfrage!
Beachten sie daher unbedingt folgende Punkte bei der Holzbereitstellung:

  1. Bei der Lagerung beachten, dass das Holz länger liegen bleiben wird! Das Holz muss zwingend an ganzjährig witterungsunabhängig LKW-befahrbaren Wegen gelagert werden. Sackgassen, schlechte Feldwege etc. können nicht mehr angefahren werden!
  2. Der Holzpolter ist zwingend gegen Käferbefall zu behandeln, auch auf Sammellagerplätzen der WBV, wenn diese in der Nähe von Waldstücken liegen!
  3. Bei einem bereits übernommenen Polter nichts mehr dazu werfen, sondern einen neuen Polter beginnen. Ausnahmen nur bei wenigen Stücken und in Rücksprache! Liegt auf einem Polter eine nicht gemeldete Übermenge, kann der Polter nicht abgefahren werden!
  4. Die Abfuhr wird sich stark verzögern, tw. wird sie aufgrund von Anfuhrsperren bei den Sägewerken immer wieder völlig zum Erliegen kommen. Dies ist bereits jetzt der Fall! Bitte sehen sie daher von Nachfragen nach der Holzabfuhr ab, selbst wenn beim Nachbarn das Holz eher weggekommen ist! Die Lagerbestände an nicht abgefahrenen Holz liegen aktuell bei ca. 10.000 fm, Tendenz steigend! Generell wird es durch die verzögerte Abfuhr zu unvermeidbaren Qualitätsverlusten kommen, da der Werkseingang für die Qualitätsfeststellung maßgeblich ist.
  5. Schlagen sie nicht unnötig Frischholz ein (keine Panikhiebe!), da aufgrund der Witterung das Holz sehr schnell verblauen wird.
  6. Voranmeldungen für Holz werden nicht mehr angenommen. Die WBV versucht ihr Allerbestes – doch leider sind unsere Möglichkeiten nicht unendlich!

 

„Sägen und Schießen“ sorgt für stabile Mischwälder

Bereits zum 10. Mal trafen sich neulich interessierte Waldbesitzer und Naturfreunde zu einem gemeinsamen Waldbegang zum Thema Mischwald, organisiert vom BN, der WBV und den AELF Landshut. Im Waldgebiet am Schellenberg zwischen Windham und Weihenstefan konnten Klaus Wiedmann (BN) und Ludwig Huber (WBV) neben zahlreichen Waldfreunden auch Revierförster Wolfgang Rieger und Michael Veicht , Vizechef der Forstabteilung,  begrüßen. 2008 wurde im gleichen Wald der erste gemeinsame Waldrundgang durchgeführt, um den Gedankenaustausch zwischen Waldbesitzern und Waldbesuchern anzuregen, erläuterte Huber eingangs. Anschießend begab sich die Schar auf den gleichen Rundweg, wie er damals beschritten wurde. Am ersten Waldbild, einen gemischten etwa 40 Jahre alten Bestand, stellte sich die Frage, was zu tun sei, nachdem der Kupferstecher 2015 viele Fichten dürr werden ließ? Förster Rieger konnte darauf die einfache Antwort geben - gar nichts. Bei genauerem Hinsehen waren noch genügend Tannen, Douglasien oder Buchen übrig, welche die entstandenen Lücken bald ausfüllen können. Zudem stellte sich am Boden, begünstigt durch die letzten Samenjahre eine schöne Naturverjüngung ein.

An der nächsten Station beschrieb Ludwig Huber die Entstehung des jetzigen Bestandes. Unter einem etwa 80-jährigen Altbestand aus Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer und Buche fanden die Besucher eine üppige,  fast haushohe Naturverjüngung vor. Dem Wiebkesturm 1990  fiel ein Teil des Altbestandes zum Opfer. Das entstehende Licht nutzen viele Bäume zum Ansamen und auch der Wildverbiss hielt sich in Grenzen, weil ja plötzlich überall durch die Sturmlöcher ein breites Äsungsangebot vorhanden war, meinte Huber. Jetzt besteht die komfortable Lage, dass nur noch die alten Bäume langsam entnommen werden müssen, ohne Aufwand für die nächste Waldgeneration. Auch ein 70 – 80 jähriger Fichte-Tanne-Buche-Bestand,  entstanden also in der Kriegs- und Nachkriegszeit, führte zu allerhand Diskussionen. Da damals die „Not“ jagte, konnten  die Mischbaumarten ohne Schutzmaßnahmen ungestört aufwachsen. Inzwischen stellt sich die nächste Waldgeneration ein. Klaus Wiedmann wies die Besucher aber auf einen deutlichen Verbiss bei Tanne und Buche bei den ganz kleinen Pflänzchen hin. „1978 habe ich meine letzten Fichten gepflanzt“, begann Huber die Beschreibung des nächsten Waldbilds. Seitdem werden nur noch Mischbaumarten gepflanzt und die Fichten aus der Naturverjüngung übernommen. Ziel ist, die Fichten schnell dick werden zu lassen, was nur durch regelmäßige Durchforstung möglich ist. Solche Bestände sind nicht nur stabiler, sondern überstehen Trockenphasen besser, da mehr Regen in den Boden gelangt, ergänzte Rieger.

Der Fichte als Baum des Jahres 2017 galt anschließend die Aufmerksamkeit. Ein 120 Jahre altes Exemplar mit etwa acht Festmetern Holz zeigte, was Fichten leisten können. Man war sich aber einig, dass die Fichte im Reinbestand keine Zukunft hat. Nur im Mischbestand wird sie den Klimawandel einigermaßen überstehen. Ein Altbestand mit schönen Douglasien in Mischung mit Fichte, Tanne, Buche, Lärche zeigte anschaulich, wie die waldbauliche Zukunft ausschauen könnte. Nicht so erfreulich wurde die Lage in einem Eschenbestand beurteilt. Die etwa 60 Jahre alten Bäume kämpfen seit einigen Jahren schwer mit dem Eschentriebsterben. Die sich anbietende Ablösung mit einer Tannen-Naturverjüngung war vom Verbiss durch Rehe arg gezeichnet. Der ideale Einstand unweit des Feldrandes wäre jagdlich  sehr Erfolg versprechend, meinte Rieger und sollte genutzt werde. Um klimastabile und ertragreiche Mischwälder zu begründen sind Waldbesitzer und Jäger gleichermaßen gefordert: „Sägen und Schießen“, brachte es Ludwig Huber auf den Punkt.

Infoveranstaltung für den Jagdkurs 2017/18

Die Infoveranstaltung findet am 19.06.2017 um 19:30 im Gasthaus Wadenspanner in Altdorf statt.

Downloads für das Anmeldeformular des Jagdkurses finden Sie hier.

Reisebericht der WBV

Bei herrlichem Maiwetter ging die diesjährige Lehrfahrt der WBV Landshut in den Landkreis Traunstein. Erste Station war der Weißtannen-Herkunftsversuch Burgstall unweit von Traunstein, wo Gerhard Huber vom Amt für forstliches Saat- und Pflanzgut (ASP) aus Teisendorf schon bereitstand. Nach einem kurzen Weg bergauf, erreichten die Landshuter Waldbesitzer in Begleitung von den Förstern Franz Blümel und Hans Orthuber vom AELF, sowie Markus Bauer und Michael Stanglmayr von der WBV den Versuchsstandort.  Weißtannen von 17 verschiedenen Herkünften aus Deutschland, Italien, Frankreich, Sklowakei und Rumänien wurden hier in dreifacher Wiederholung 1979 angepflanzt.  Aus den Ergebnissen von diesem und ähnlichen Versuchen  in Bayern und Baden-Württemberg leiten die Experten vom ASP dann die Herkunftsempfehlungen für die verschiedenen Naturräume ab, erklärte Gerhard Huber. Von den großen Unterschieden in der Wuchshöhe und im Dickenwachstum konnten sich die Besucher selbst ein Bild machen. Für das Tertiäre Hügelland werden insbesondere Tannen-Herkünfte mit der Nummer  827 10 empfohlen. Herkünfte aus den Karpaten zeichnen sich durch eine höhere genetische Diversität aus und haben deshalb eine gute Anpassungsfähigkeit, geringe Ausfälle und gute Wüchsigkeit.  Slowakische Herkünfte wurden deshalb für Ostbayern befristet in die Empfehlung aufgenommen, so Huber.

Zur Mittagspause erreichte die Busgruppe das Forsthaus Adlgaß bei Inzell. Bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarem Panorama schmeckten der Rehbraten oder die Forellen hervorragend. Der Tipp kam von Rupert Rottmann, der auch den Kontakt zu Georg Berger herstellte. Der Revierförster  und ein Anwärter der Bayerischen Staatsforste führten die Waldbauern am Nachmittag in den nahen Bergwald, wobei die Geländegängigkeit der Landshuter schon auf die Probe gestellt wurde. Entschädigt   wurden sie  mit schönen Waldbildern und einen Einblick in die oft schwierige Waldbewirtschaftung der vielen Steillagen. Waldbaulich angestrebt werden ein „Dreiklang“ aus Fichte-Tanne-Buche und die Überführung in Dauerwald mit natürlicher Verjüngung. Seit vor etwa 20 Jahren begonnen wurde, das Schalenwild intensiv zu jagen, gelingt dies hervorragend. Es muss nur noch ganz wenig gepflanzt werden, versicherte Georg Berger. Mit einem Produkt der forstlichen Nebennutzung, ein Schmankerl aus Vogelbeere, Heidelbeere und Brombeere, bedankte sich der WBV-Vorsitzende Ludwig Huber bei den  zwei Förstern für den interessanten Waldbegang.

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Revierförster Georg Berger (mit Zettel) inmitten der Gruppe
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Herrlicher Bergwald
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Gerhard Huber erläutert die Ergebnisse des Tannenversuches
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Holzmarkt im II. Quartal 2017

Die aktuellen Fixlängenpreise, gültig ab Mitte April (letzte Übernahme bis Mittwoch,
23.6.2017 bzw. bis die Vertragsmengen der WBV ausgeschöpft sind):

Fichte Fixlängen frisch 2b+ 92 € netto (97 € brutto) bei einer Menge ab 10 fm, unter 10 fm
5 €/fm werksseitiger Mindermengenabschlag. Käferabschlag 18 €, D-Holz 2a 50 €/ 2b+ 60 €.

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 58 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Preise und Aushaltung nur in Absprache mit dem WBV-Förster! Aktuell kaum
Nachfrage!

Kiefer 2b+ 68 € netto (71,50 € brutto)

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 18 cm o.R., Stock 58 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag!

Papierholz 32,50 € (34,30 € brutto) bis Ende Oktober 2017

Aushaltung: Fichte, Tanne, Länge 2m oder 3m, Zopf 8 cm, Stock 30 cm, frisch (max. 3 Wochen
alt), gesund (kein Käfer!), keine Wurzelanläufe

Bei der Lagerung beachten, dass das Holz je nach Abfuhrsituation länger liegen bleiben
könnte!

Für eine evtl. notwendige Behandlung der Holzpolter gegen Käferbefall (Lineatus und
Borkenkäfer) ist jeder Waldbesitzer selbst verantwortlich!

Waldbesitzer und Jäger - Gemeinsam für den Wald der Zukunft

Informationsveranstaltung für Jagdvorsteher, Jäger und Jagdgenossen
Download der Pressemitteilung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut

Holzmarkt im I. Quartal 2017

Download Verkaufsbericht: 21. Reisbacher- Laubholzversteigerung bricht alle Rekorde!

Aufgrund der kalten und frostreichen Monate Dezember/Januar/Februar kam die
Einschlagssaison 2017 bereits gut in Schwung. Viele Waldbesitzer haben die guten
Holzpreise, v.a. beim Langholz, genutzt, um notwendige Durchforstungen/Endnutzungen
durchzuführen oder auch einfach „dem Käfer zuvor zu kommen“. Daher sind aktuell
beachtliche Mengen an Holz unterwegs.

Auch Käferholz vom Herbst wird zügig aufgearbeitet, wobei in den Wäldern aber
immer noch etliche Käfernester der Entnahme harren. Auch die Bereitstellung
von Papierholz läuft gut an – hier bitte darauf achten, nur vertragskonformes
Holz bereitzustellen: Frisch, gerade, gesund, keine Wurzelanläufe, kein
grobastiges Holz, kein Käferholz!

Die große Frage, die uns heuer alle beschäftigen wird: Was macht der Buchdrucker
dieses Jahr? Klar ist, dass die Ausgangssituation für den Käfer ideal ist –
3 Bruten im Vorjahr und frostige Witterung, die den Käfer konserviert hat. Daher
ist es dringend notwendig, Käferholzbäume noch aufzuarbeiten und im Frühjahr
wachsam zu sein!

Die aktuellen Fixlängenpreise - letzte Übernahme bis Freitag, 24. März 2017 bzw.
bis die Vertragsmengen der WBV ausgeschöpft sind:

Mindestmenge pro Bereitstellung: 7 fm. Kleinere Mengen bitte auf die
Sammellagerplätze fahren. Diese werden dann als Sammler abgerechnet!

Fichte Fixlängen frisch
1b 67 € netto (70,70 € brutto)
2a 77 € netto (81,20 € brutto)
2b+ 87 € netto (91,80 € brutto)
unter 10 fm 82 € netto (86,50 € brutto
Käferabschlag 20 €

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 58 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag von 20€!

Fichte Langholz: Preise und Aushaltung nur in Absprache mit dem WBV-Förster!

Kiefer: 2b+ 67 € netto (70,50 € brutto)

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 18 cm o.R., Stock 58 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag!

Papierholz: 32,50 € netto (34,30 € brutto) Mindestmenge pro Lagerplatz 15 Ster!