Bildquelle: Team WBV Landshut w.V.
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Jagdkurs WBV Landshut 2018/2019

Der Informationsflyer und das Anmeldeformular für den Jagdkurs 2018/2019 stehen im Download-Bereich zur Verfügung.

Holzmarkt im IV. Quartal 2017

Mittlerweile fließt bereitgestelltes Holz wieder zügiger ab, normalerweise sollte daher
bis spätestens Mitte Dezember alles Käferholz vom Sommer verräumt sein. Käferholzreste im
Wald sollten zügig aufgeräumt werden, um zu verhindern, dass der Borkenkäfer mit der
abfallenden Rinde im Boden überwintert!

Geplante Holzeinschläge bitte so früh wie möglich durchführen, da es erfahrungsgemäß
spätestens zum März wieder zu sehr hohen Bereitstellungsmengen kommt und ab April der
Borkenkäfer wieder vor der Tür steht!

Die aktuellen Fixlängenpreise bis Ende Dezember 2017 (bzw. bis die Vertragsmengen der WBV
ausgeschöpft sind!):

Fichte Fixlängen frisch 2b+ 80 € netto (84,4 € brutto) bei einer Menge ab 10 fm, unter 10
fm 5 €/fm werksseitiger Mindermengenabschlag. Käferabschlag 25 €, D-Holz 1b-2a 35 €/ 2b+
40 €.

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 50 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock
erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Aktuell gute Nachfrage für schönes Bauholz! Preis 90 € netto (95 €
brutto) für B-Qualität. Die Mengen sind allerdings begrenzt – sprechen sie mit ihrem
zuständigen WBV-Förster!

Aushaltung: 16-21m + 50cm Übermaß, 18 Zopf o.R., Stock max. 60 cm
Papierholz 32,50 € (34,30 € brutto) bis Ende Oktober 2018

Aushaltung: Fichte, Tanne, Länge 2m oder 3m, Zopf 8 cm, Stock 30 cm, frisch, gesund (kein
Käfer!), keine Wurzelanläufe.

Holzmarkt im September 2017

War das (Borkenkäfer-) Jahr im Raum Landshut bereits schon ein absolutes Katastrophenjahr, so hat das Großschadereignis im Raum Passau (rd. 2 Mio. fm Schadholz) den Holzmarkt nun völlig aus der Bahn geworfen. Ein umgehender Einkaufstop nahezu aller Großsäger war die Folge, die WBV war gezwungen, dies gleichzutun. Mittlerweile kann wieder Holz zur Vermarktung angenommen werden. Die bereits vorher schon extrem zögerliche Abfuhr des Rundholzes gerät durch die immensen Schadholzmengen noch weiter unter Druck. Aktuell sind mit 4-8 Wochen zu rechnen.

Die aktuellen Fixlängenpreise bis Ende Oktober 2017 (bzw. bis die Vertragsmengen der WBV ausgeschöpft sind!):

Fichte Fixlängen frisch 2b+ 80 € netto (84,4 € brutto) bei einer Menge ab 10 fm, unter 10 fm 5 €/fm werksseitiger Mindermengenabschlag. Käferabschlag 25 €, D-Holz 1b-2a 35 €/ 2b+ 40 €.

Aushaltung: 4,10er/5,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 50 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Aktuell keine Nachfrage!
Beachten sie daher unbedingt folgende Punkte bei der Holzbereitstellung:

  1. Bei der Lagerung beachten, dass das Holz länger liegen bleiben wird! Das Holz muss zwingend an ganzjährig witterungsunabhängig LKW-befahrbaren Wegen gelagert werden. Sackgassen, schlechte Feldwege etc. können nicht mehr angefahren werden!
  2. Der Holzpolter ist zwingend gegen Käferbefall zu behandeln, auch auf Sammellagerplätzen der WBV, wenn diese in der Nähe von Waldstücken liegen!
  3. Bei einem bereits übernommenen Polter nichts mehr dazu werfen, sondern einen neuen Polter beginnen. Ausnahmen nur bei wenigen Stücken und in Rücksprache! Liegt auf einem Polter eine nicht gemeldete Übermenge, kann der Polter nicht abgefahren werden!
  4. Die Abfuhr wird sich stark verzögern, tw. wird sie aufgrund von Anfuhrsperren bei den Sägewerken immer wieder völlig zum Erliegen kommen. Dies ist bereits jetzt der Fall! Bitte sehen sie daher von Nachfragen nach der Holzabfuhr ab, selbst wenn beim Nachbarn das Holz eher weggekommen ist! Die Lagerbestände an nicht abgefahrenen Holz liegen aktuell bei ca. 10.000 fm, Tendenz steigend! Generell wird es durch die verzögerte Abfuhr zu unvermeidbaren Qualitätsverlusten kommen, da der Werkseingang für die Qualitätsfeststellung maßgeblich ist.
  5. Schlagen sie nicht unnötig Frischholz ein (keine Panikhiebe!), da aufgrund der Witterung das Holz sehr schnell verblauen wird.
  6. Voranmeldungen für Holz werden nicht mehr angenommen. Die WBV versucht ihr Allerbestes – doch leider sind unsere Möglichkeiten nicht unendlich!

 

„Sägen und Schießen“ sorgt für stabile Mischwälder

Bereits zum 10. Mal trafen sich neulich interessierte Waldbesitzer und Naturfreunde zu einem gemeinsamen Waldbegang zum Thema Mischwald, organisiert vom BN, der WBV und den AELF Landshut. Im Waldgebiet am Schellenberg zwischen Windham und Weihenstefan konnten Klaus Wiedmann (BN) und Ludwig Huber (WBV) neben zahlreichen Waldfreunden auch Revierförster Wolfgang Rieger und Michael Veicht , Vizechef der Forstabteilung,  begrüßen. 2008 wurde im gleichen Wald der erste gemeinsame Waldrundgang durchgeführt, um den Gedankenaustausch zwischen Waldbesitzern und Waldbesuchern anzuregen, erläuterte Huber eingangs. Anschießend begab sich die Schar auf den gleichen Rundweg, wie er damals beschritten wurde. Am ersten Waldbild, einen gemischten etwa 40 Jahre alten Bestand, stellte sich die Frage, was zu tun sei, nachdem der Kupferstecher 2015 viele Fichten dürr werden ließ? Förster Rieger konnte darauf die einfache Antwort geben - gar nichts. Bei genauerem Hinsehen waren noch genügend Tannen, Douglasien oder Buchen übrig, welche die entstandenen Lücken bald ausfüllen können. Zudem stellte sich am Boden, begünstigt durch die letzten Samenjahre eine schöne Naturverjüngung ein.

An der nächsten Station beschrieb Ludwig Huber die Entstehung des jetzigen Bestandes. Unter einem etwa 80-jährigen Altbestand aus Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer und Buche fanden die Besucher eine üppige,  fast haushohe Naturverjüngung vor. Dem Wiebkesturm 1990  fiel ein Teil des Altbestandes zum Opfer. Das entstehende Licht nutzen viele Bäume zum Ansamen und auch der Wildverbiss hielt sich in Grenzen, weil ja plötzlich überall durch die Sturmlöcher ein breites Äsungsangebot vorhanden war, meinte Huber. Jetzt besteht die komfortable Lage, dass nur noch die alten Bäume langsam entnommen werden müssen, ohne Aufwand für die nächste Waldgeneration. Auch ein 70 – 80 jähriger Fichte-Tanne-Buche-Bestand,  entstanden also in der Kriegs- und Nachkriegszeit, führte zu allerhand Diskussionen. Da damals die „Not“ jagte, konnten  die Mischbaumarten ohne Schutzmaßnahmen ungestört aufwachsen. Inzwischen stellt sich die nächste Waldgeneration ein. Klaus Wiedmann wies die Besucher aber auf einen deutlichen Verbiss bei Tanne und Buche bei den ganz kleinen Pflänzchen hin. „1978 habe ich meine letzten Fichten gepflanzt“, begann Huber die Beschreibung des nächsten Waldbilds. Seitdem werden nur noch Mischbaumarten gepflanzt und die Fichten aus der Naturverjüngung übernommen. Ziel ist, die Fichten schnell dick werden zu lassen, was nur durch regelmäßige Durchforstung möglich ist. Solche Bestände sind nicht nur stabiler, sondern überstehen Trockenphasen besser, da mehr Regen in den Boden gelangt, ergänzte Rieger.

Der Fichte als Baum des Jahres 2017 galt anschließend die Aufmerksamkeit. Ein 120 Jahre altes Exemplar mit etwa acht Festmetern Holz zeigte, was Fichten leisten können. Man war sich aber einig, dass die Fichte im Reinbestand keine Zukunft hat. Nur im Mischbestand wird sie den Klimawandel einigermaßen überstehen. Ein Altbestand mit schönen Douglasien in Mischung mit Fichte, Tanne, Buche, Lärche zeigte anschaulich, wie die waldbauliche Zukunft ausschauen könnte. Nicht so erfreulich wurde die Lage in einem Eschenbestand beurteilt. Die etwa 60 Jahre alten Bäume kämpfen seit einigen Jahren schwer mit dem Eschentriebsterben. Die sich anbietende Ablösung mit einer Tannen-Naturverjüngung war vom Verbiss durch Rehe arg gezeichnet. Der ideale Einstand unweit des Feldrandes wäre jagdlich  sehr Erfolg versprechend, meinte Rieger und sollte genutzt werde. Um klimastabile und ertragreiche Mischwälder zu begründen sind Waldbesitzer und Jäger gleichermaßen gefordert: „Sägen und Schießen“, brachte es Ludwig Huber auf den Punkt.

Reisebericht der WBV

Bei herrlichem Maiwetter ging die diesjährige Lehrfahrt der WBV Landshut in den Landkreis Traunstein. Erste Station war der Weißtannen-Herkunftsversuch Burgstall unweit von Traunstein, wo Gerhard Huber vom Amt für forstliches Saat- und Pflanzgut (ASP) aus Teisendorf schon bereitstand. Nach einem kurzen Weg bergauf, erreichten die Landshuter Waldbesitzer in Begleitung von den Förstern Franz Blümel und Hans Orthuber vom AELF, sowie Markus Bauer und Michael Stanglmayr von der WBV den Versuchsstandort.  Weißtannen von 17 verschiedenen Herkünften aus Deutschland, Italien, Frankreich, Sklowakei und Rumänien wurden hier in dreifacher Wiederholung 1979 angepflanzt.  Aus den Ergebnissen von diesem und ähnlichen Versuchen  in Bayern und Baden-Württemberg leiten die Experten vom ASP dann die Herkunftsempfehlungen für die verschiedenen Naturräume ab, erklärte Gerhard Huber. Von den großen Unterschieden in der Wuchshöhe und im Dickenwachstum konnten sich die Besucher selbst ein Bild machen. Für das Tertiäre Hügelland werden insbesondere Tannen-Herkünfte mit der Nummer  827 10 empfohlen. Herkünfte aus den Karpaten zeichnen sich durch eine höhere genetische Diversität aus und haben deshalb eine gute Anpassungsfähigkeit, geringe Ausfälle und gute Wüchsigkeit.  Slowakische Herkünfte wurden deshalb für Ostbayern befristet in die Empfehlung aufgenommen, so Huber.

Zur Mittagspause erreichte die Busgruppe das Forsthaus Adlgaß bei Inzell. Bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarem Panorama schmeckten der Rehbraten oder die Forellen hervorragend. Der Tipp kam von Rupert Rottmann, der auch den Kontakt zu Georg Berger herstellte. Der Revierförster  und ein Anwärter der Bayerischen Staatsforste führten die Waldbauern am Nachmittag in den nahen Bergwald, wobei die Geländegängigkeit der Landshuter schon auf die Probe gestellt wurde. Entschädigt   wurden sie  mit schönen Waldbildern und einen Einblick in die oft schwierige Waldbewirtschaftung der vielen Steillagen. Waldbaulich angestrebt werden ein „Dreiklang“ aus Fichte-Tanne-Buche und die Überführung in Dauerwald mit natürlicher Verjüngung. Seit vor etwa 20 Jahren begonnen wurde, das Schalenwild intensiv zu jagen, gelingt dies hervorragend. Es muss nur noch ganz wenig gepflanzt werden, versicherte Georg Berger. Mit einem Produkt der forstlichen Nebennutzung, ein Schmankerl aus Vogelbeere, Heidelbeere und Brombeere, bedankte sich der WBV-Vorsitzende Ludwig Huber bei den  zwei Förstern für den interessanten Waldbegang.

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Revierförster Georg Berger (mit Zettel) inmitten der Gruppe
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Herrlicher Bergwald
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Gerhard Huber erläutert die Ergebnisse des Tannenversuches
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