Chronik Landshut

1969 Gründung der Waldbesitzervereinigung Landshut e.V. Die zwischen Mitte der 50-iger und Anfang der 60-iger Jahre gegründeten örtlichen Waldbauernvereinigungen werden in der WBV Landshut als am Registergericht eingetragener Verein zusammengefasst. Auf örtlicher Ebene bleibt das Obmännersystem erhalten. Die Geschäftsführung liegt beim Bayerischen Bauernverband. 1. Vorsitzender ist Johann Langwieser aus Grammelkam.
1972 Erste Rundschreiben der WBV an die Obmänner, Themen sind Pflanzenlieferungen, Faserholzverkauf aber auch Aufklärung z.B. über Verkehrssicherungspflicht. Aufstellung des Waldfunktionsplanes, der für alle Waldbesitzarten gültig ist.
1974 Aufgrund vermehrter Klagen über zu hohe Verbiß- und Schälschäden weist die Staatsregierung an, die Schalenwildbestände zu reduzieren Für frisches Fichtenindustrieholz erhält der Waldbesitzer einen Preis von 41,- DM zuzüglich 3 % MWSt.
1977 Auf der Mitgliederversammlung wird eine grundlegende Neuorganisation be-nschlossen. Eine gebietsmäßige Abgrenzung zu den Nachbarvereinigungen wird festgelegt mit dem Wirkungsbereich der WBV Landshut für folgende Gemeinden: Altfrauenhofen, Adlkofen, Altdorf, Bodenkirchen , Bruckberg, Buch a.E., Essenbach, Martinshaun und Paindlkofen aus Ergoldssbach, Furth, Geisenhausen, aus Hohenthann Petersglaim, Wachelkofen und Weihenstephan, Kumhausen Landshut, Velden und Wörth. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 5 DM je Mitglied plus 1 DM je ha Waldfläche Die WBV übergibt die Mitgliederverwaltung an die Firma KDS in München.
1979 Schwerer Schnee verursacht am 30. und 31. März einen großen Anfall an Schwachholz, dabei zeigt sich zum ersten Mal die Notwendigkeit der Selbsthilfeorganisation durch Bündelung der Schadholzmengen und einer gemeinsamen Verkaufsdisziplin. Mit dem Rundschreiben wird der kleine Holzrechner an die Mitglieder verteilt.
1980 Die WBV schreibt eine Stammholzsubmission aus und steigt damit in die Stammholzvermarktung ein.
1982 Erstmals werden Borkenkäferfallen mit Pheromonbeuteln bestückt und zur Borkenkäferüberwachung eingesetzt.
1983 Das Thema Waldsterben kommt auf, erstmalig wird die Waldschadensinventur durchgeführt, dabei wird festgestellt, dass 41 % der Waldbestände im Raum Landshut Schäden aufweisen. Am stärksten betroffen ist die Baumart Tanne.
1985 Die forstliche Standorterkundung wird im Landkreis Landshut begonnen. Die WBV bezieht rd.200.000 Pflanzen in einer Sammelbestellung, darunter sind erstmals 5000 Douglasien; bestellt werden auch 30km Zaungeflecht. Waldbesitzer setzen als Pioniere auf Hackschnitzelheizungen.
1989 Die WBV feiert ihr 25 jähriges Jubiläum, die WBV hat nun 795 Mitglieder mit 6450 Hektar Fläche .Die Holzpreise sind gut, Fichtenlangholz erzielt bis zu 500 % der Messzahl.
1990 Die Orkane Vivian und Wiebke lassen die Holzpreise in den Keller fallen und stellen viele Waldbesitzer vor große Probleme; rund 70.000 fm Schadholz werden im WBV Gebiet vermarktet.
1992 Die WBV stellt mit dem Betrieb Emslander, Unterglaim, die maschinelle Holzernte in Kombination mit Hacken von Restholz und umweltfreundlichem Heizen vor.
1993 Die WBV kauft einen eigenen LWK und steigt zum 01.01.1993 in die Direktver-marktung von Papierholz und Fixlängen ein. Sie kann mit dem eigenen Fahrzeug flexibel die Holzabfuhr steuern und Kleinmengen zusammenfassen neben vielen weiteren Vorteilen Erstmals werden zwei maschinelle Sommereinschläge zur kontinuierlichen Holzlieferung durchgeführt
1995 Johann Langwieser wird erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt, 2.Vorsitzender wird Josef Forstner aus Oberunsbach, des weiteren sind Georg Eder, Unterbreitenau, Ludwig Huber, Ergolding und Georg Biberger, Aich in der Vorstandschaft. Abschluss der Standorterkundung im WBV Gebiet.
1996 Der Mitgliederstand beträgt 1094 bei einer Gesamtwaldfläche von 11.300 ha. Im Geschäftsjahr 1996 werden 5400 fm Stammholz, 10.300 rm Faserholz und 400 rm Brennholz vermarktet. Teilnahme an einer Demonstration in München gegen die schlechten Papierholz-preise
1997 Die WBV bildet im Herbst einen Arbeitskreis „Brennholz“, der die bessere örtliche Vermarktung von Brennholz zum Ziel hat. Auch ein Arbeitskreis „Mondphasen-holz“ wird eingerichtet. Die WBV unterzeichnet einen Lizenzvertrag zur Verwendung des Herkunftszeichen „ Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Gewachsen in Deutschlands Wäldern“.
1998 Die WBV lässt eine Internetseite erstellen und tritt als erster forstlicher Zusammenschluss im weltweiten Netz auf.
1999 Die WBV stellt Christina Huber als Mitarbeiterin in der Geschäftsführung ein.
2000 Wiederwahl von Johann Langwieser zum 1.Vorsitzenden, 2. Vorsitzender wird Georg Wimmer aus Gaunkofen, als Beisitzer wurden Christoph Biberger, Georg Eder und Ludwig Huber gewählt. Ankauf eines LKW s mit Kran als Ersatzbeschaffung für das bisherige Fahrzeug Die WBV Landshut und ihre Mitglieder werden nach den PEFC Leitlinien zertifiziert.
2002 Dipl.Ing.Andreas Schwaiger wird als Außendienstgeschäftsführer eingestellt .
2003 Die trocken-heiße Witterung bietet ideale Bedingungen für Kupferstecher und Buchdrucker und führt zu erheblichen Käferholzanfall.
2004 Alois Wolferstetter kommt als weiterer Geschäftsführer in das WBV Team.
2005 „weil´s nacha Zeit is, drum sog i jetzt pfüa God“, Johann Langwieser scheidet nach 35 Jahren als 1. Vorsitzender aus, die Mitgliederversammlung wählt Ludwig Huber zu seinem Nachfolger. 2. Vorsitzender wird Josef Graf aus Oberhaselbach, 3. Vor-sitzender wird Franz Attenkofer aus Rammelkam. Christoph Biberger und Georg Eder sind Vorstandsmitglieder. Johann Langwieser wird auf Grund seiner langjährigen Verdienste um die WBV Ehrenvorsitzender. Mit der Forstreform kommen neue Aufgaben, wie die einzelbetriebliche Beratung sowie die Waldpflegeverträge der Kirchenwälder auf die WBV zu. Wolfgang Forstenaicher vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Landshut unterstützt als forstlicher Berater das WBV Team. Markus Bauer wird als weiterer Geschäftsführer eingestellt Die WBV richtet eine Brennholzbörse ein um Anbieter und Verbraucher schneller zusammen zu bringen.
2006 Die WBV ändert die Rechtsform in w.V. (wirtschaftlicher Verein) und gibt sich eine neue Satzung.
2007 Zusammenschluss mit der WBV Vilsbiburg zur WBV Landkreis Landshut.