Aktuelle Lage: Borkenkäfer und Holzbereitstellung

5. Juli 2018: Die 2. Schwärmwelle des Buchdruckers ist weitestgehend ausgeflogen und bohrt sich jetzt massiv in das Fichtenholz ein. Kontrollieren Sie bitte wöchentlich die Bestände, die Situation vor Ort ändert sich täglich!

Bohrmehl am Stammfuß ist ein sicheres Zeichen für Befall. Suchen Sie auch in der Bestandstiefe, möglichst flächig und an (fast)allen Bäumen.

Wenn Sie Befall feststellen, markieren Sie die Bäume mit einer Spraydose!

Sollte das Holz durch einen Harvester aufgearbeitet werden, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen WBV-Förster; dieser erteilt die Arbeitsaufträge. Somit können die Maschinen möglichst effizient eingesetzt und Umsetzzeiten vermieden werden.

Die aktuell hohen Neumeldungen an Schadholz führen jedoch zu Wartezeiten.

Harvester, Rückezüge, Förster, Holzfrächter und alle Weiteren am Prozess beteiligten arbeiten am Limit und versuchen Ihr Möglichstes!

Wichtige Informationen zur Holzbereitstellung:

  1. Bei der Lagerung beachten, dass das Holz länger liegen bleiben wird! Das Holz muss zwingend an ganzjährig witterungsunabhängig LKW-befahrbaren Wegen gelagert werden. Sackgassen, schlechte Feldwege etc. können nicht mehr angefahren werden!
  2. Der Holzpolter ist zwingend gegen Käferbefall zu behandeln oder 500m vom Wald entfernt zu lagern. Sonst erfolgt keine Übernahme!
  3. Die Mindestmenge beträgt sägewerksseitig 15 fm!
  4. Bei einem bereits übernommenen Polter darf nichts mehr dazu geworfen werden. Es muss auf jeden Fall ein neuer Polter begonnen werden. Ausnahmen sind leider nicht möglich!
  5. Die Abfuhr verzögert sich bereits stark, tw. kommt sie aufgrund von Anfuhrsperren bei den Sägewerken immer wieder völlig zum Erliegen kommen. Bitte sehen sie daher von Nachfragen wegen der Holzabfuhr ab, selbst wenn beim Nachbarn das Holz eher weggekommen ist! Die WBV beliefert über 10 Sägewerke mit rund 15 Frachtunternehmen. Mal geht bei dem einen Sägewerk mehr, mal bei dem anderen. Daher kommt es zu Verschiebungen in der Abfuhr. Generell wird es durch die verzögerte Abfuhr zu unvermeidbaren Qualitätsverlusten kommen, da der Werkseingang für die Qualitätsfeststellung maßgeblich ist.
  6. Schlagen Sie nicht unnötig Frischholz ein (keine Panikhiebe!), da aufgrund der Witterung das Holz sehr schnell verblauen wird.
  7. Nur die tatsächliche Bereitstellung zur Übernahme zählt. Voranmeldungen für Holz werden nicht mehr angenommen.
2018-07-10T11:29:35+00:009. Juli 2018|

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