Neuigkeiten im Bezug auf die Einschlagsbeschränkung:

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die HolzEinschlBeschrV2021 erlassen. Die Verordnung ist am 22. April 2021 verkündet worden und am 23. April 2021 in Kraft getreten.

 

Mit BMEL-Schreiben vom 19. Mai 2021 wurde die Anwendung einer Bagatelleregelung von 75 fm für nicht-buchführungspflichtige Forstbetriebe ermöglicht. Mit Schreiben vom 14. Juni 2021 hat das BMEL diese Regelung auch für buchführungspflichtige Kleinwaldbesitzer erweitert.

 

Die Praxis hat gezeigt, dass gleichermaßen auch buchführungspflichtige Kleinprivatforstbetriebe ohne amtlich festgestellten Hiebssatz nur einen erschwerten Marktzugang finden, wenn die Holzmengen nicht mit anderen Waldbesitzern zu marktfähigen Losgrößen gebündelt werden können. Um diesen Betrieben einen wirtschaftlich sinnvollen Marktzugang zu ermöglichen, halte ich es mit den Zielen der HolzeinschlBeschrV2021 für vereinbar, dass auch diese Betriebe von der Bagatellregelung erfasst werden. Demzufolge können auch buchführungspflichtige Land- und Forstbetriebe, die einen forstlichen Betriebsteil ohne anerkannten amtlichen Hiebssatz bewirtschaften, ordentliche Fichtenholzeinschläge bis zu einer Höhe von maximal 75 Erntefestmeter ohne Rinde je Betrieb tätigen, ohne gegen die Regelungen der HolzeinschlBeschrV2021 bzw. des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes zu verstoßen. Gleichzeitig ist sicher zu stellen, dass in dem Bezugsgebiet des Einschlags (Forstrevier, Gemeinde, innerhalb der Forstbetriebsgemeinschaft) die Einschlagsbeschränkung insgesamt gemäß der HolzeinschlaglBeschrV2021 eingehalten wird.

Die Möglichkeit für diese Betriebe, von einem Hiebssatz analog der einkommensteuerrechtlichen Regelung nach R 34b.6 Absatz 3 zu § 34b EStG auszugehen und diesen Nutzungssatz von 5 Erntefestmetern ohne Rinde je Hektar bei der Berechnung zu Grunde zu legen, bleibt unberührt.“