Vollholzmöbel sind im Trend

Bei einer hoch interessanten Führung durch die Stuhlfabrik Weissacher in Mirskofen konnten sich die Förster vom AELF und der WBV Landshut ein Bild machen, was für schöne Möbelstücke aus heimischen, aber auch aus ausländischen Holzarten gefertigt werden können. Geschäftsführerin Margit Thoma-Weissacher und Helmut Thoma gaben einen umfassenden Einblick in die Arbeitsabläufe der Stuhlfabrik, welche 25 Mitarbeiter beschäftigt. 23 Holzvarianten werden zu über 100 verschiedenen Stuhlmodellen, Tischen, Bänken und anderen Möbeln verarbeitet! Hauptabnehmer sind vor allem Schreiner und kleine Möbelhäuser im In- und Ausland sowie Gaststätten und Vereinshäuser.

Im Jahr werden ca. 350 Festmeter Holz verarbeitet. Die heimischen Hölzer werden als Rundholz zugekauft und von einem Mobilsäger auf die gewünschten Brettstärken eingeschnitten. Eichen, auch astig, ist derzeit sehr gefragt, daneben werden Buchen und Eschen, mit und ohne Kern, Bergahorn, Kiefer, Lärche, Fichte, Zirbe usw. verarbeitet. Nordamerikanische Holzarten wie Zuckerahorn, Schwarznuss oder Kirsche werden über den Holzhandel besorgt. In großen, abgedeckten Holzstapeln im Freien trocknet das Holz oft jahrelang vor und wandert anschließend in die Trockenkammern, wo eine Endfeuchte von ca 10 Prozent eingestellt wird. In einer großen Halle warten die Bretter dann auf Ihre Verarbeitung.

Diese beginnt in der Zuschnitthalle, wo die Bretter mit Kreis- und Bandsägen auf die Rohmaße abgelängt werden. In modernen Bearbeitungszentren werden z. B. Sitzflächen vollautomatisch zugefräst und die notwendigen Löcher gebohrt. Andere Maschinen bohren Löcher in die Verstrebungen und setzen gleich die Verbindungsdübel oder schleifen die Stuhlfüße auf ein bestimmtes Profil. Bei aller Ausstattung mit modernen Maschinen geht es nicht ohne das geschulte Auge und die sichere Hand der Schreiner-innen. Schließlich sollen die verschiedenen Holzbauteile harmonisch zusammenpassen. Das Naturprodukt Holz sorgt dafür, dass jeder Stuhl und jedes Möbelstück seinen eigenen Charakter hat.

Mit einem kleinen Geschenk bedankte sich Ludwig Huber, Vorsitzender der WBV Landshut, bei Margit Thoma-Weissacher und Helmut Thoma für die tolle Führung, die den Förstern und Waldbesitzern zeigte, wie mit viel Können und Herzblut schöne und dauerhafte Möbel aus Holz gefertigt werden.