Die wichtigsten Fakten stichpunktartig aufgelistet:

Was bedeutet dies für unsere Waldbesitzer:

  • Der ordentliche, planmäßige Einschlag von frischem Fichtenholz in allen Waldbesitzarten und- größen ist auf maximal 85 % des normalen Nutzungssatzes begrenzt (in Bezug auf ein vorhandenes Forstbetriebsgutachten)
  • liegt kein Forstbetriebsgutachten vor, gelten 85 % der durchschnittlich in den Jahren 2013-2017 eingeschlagenen Holzmenge
  • Für Waldbesitzer mit einer Waldfläche von weniger als 50 ha wird ein pauschaler Nutzungssatz in Höhe von 5 fm/ha/Jahr angenommen
  • Die Begrenzung gilt rückwirkend vom 01. Oktober 2020 bis 30. September 2021 (Forstwirtschaftsjahr)

 

Was ist mit dem Holz, das vor dem 23. April 2021 eingeschlagen wurde?

  • Wurde beim Holzeinschlag vor dem 23. April 2021 der Nutzungssatz gem. der Verordnung überschritten, ist dies kein Verstoß und somit keine Ordungswidrigkeit. Diese Menge wird aber mit angerechnet.

 

Welche Holznutzung fällt im Regelfall nicht unter die 85 % Regelung und kann als außerordentlicher Holzeinschlag uneingeschränkt durchgeführt werden?

  • Schadhölzer aufgrund von Sturm, Schneebruch, Käfer, Dürre etc.
  • Einschlag im Zusammenhang mit Schadhölzern (z.B. Anlage Rückegasse, Seilbahntrasse, Rändeln von Kalamitätsflächen)
  • Hiebe im Rahmen der Verkehrssicherung
  • Hiebe im Rahmen einer behördlich genehmigten Rodung
  • Flächenräumung für naturschutzrechtlichen Ausgleich

 

Gibt es die Möglichkeit von der Einschlagbeschränkung befreit zu werden?

  • Beim Vorliegen einer wirtschaftlich unbilligen Härte kann beim zuständigen AELF ein Antrag auf Befreiung gestellt werden. Waldbesitzer müssen vorab beim AELF einen Antrag stellen und bekommen dann einen kostenpflichtigen Bescheid, erst dann darf mit dem Einschlag begonnen werden. Zudem gehen Steuervorteile verloren.

 

Zu steuerrechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater!