Holzmarkt im III. Quartal – Käfer!

Im vierten Jahr der Borkenkäferkalamität wüten Buchdrucker und Kupferstecher wie noch nie in unseren Fichtenwäldern. Lt. LWF gab es bisher kein Jahr, in dem so früh im Jahr die höchste Warnstufe ausgerufen wurde – und das nahezu niederbayernweit. Die Förster der WBV und vom AELF, Forstunternehmer, Waldarbeiter, Fuhrleute und Sägewerke geben ihr Bestes, um dieser Kalamität Herr zu werden. Solange aber kein Dauerregen für mehrere Wochen eintritt, wird ein durchschlagender Erfolg aber ausbleiben!

Hinzu kommt ein sehr angespannter Holzmarkt. Sämtliche Sägewerke bis nach Österreich hinein sind noch bestens mit Sturmwurfholz aus Mitteldeutschland (rd. 15 Mio. fm via Bahnverladung!) versorgt und dies wird sich auch nicht ändern. Alle Rundholzlieferanten sind bereits stark kontingentiert und eine Besserung ist nicht in Sicht! Jeder Waldbesitzer ist daher aufgerufen, selbst seinen Teil zur Bewältigung der Borkenkäferkatastrophe beizutragen (Eigentum verpflichtet!).

Beachten sie daher unbedingt folgende Punkte bei der Holzbereitstellung:

  1. Bei der Lagerung beachten, dass das Holz länger liegen bleiben wird! Das Holz muss zwingend an ganzjährig witterungsunabhängig LKW-befahrbaren Wegen gelagert werden. Sackgassen, schlechte Feldwege etc. können nicht mehr angefahren werden!
  2. Der Holzpolter ist zwingend gegen Käferbefall zu behandeln oder 500m vom Wald entfernt zu lagern. Sonst erfolgt keine Übernahme!
  3. Die Mindestmenge beträgt sägewerksseitig 15 fm!
  4. Bei einem bereits übernommenen Polter darf nichts mehr dazu geworfen werden. Es muss auf jeden Fall ein neuer Polter begonnen werden. Ausnahmen sind leider nicht möglich!
  5. Die Abfuhr verzögert sich bereits stark, tw. kommt sie aufgrund von Anfuhrsperren bei den Sägewerken immer wieder völlig zum Erliegen kommen. Bitte sehen sie daher von Nachfragen wegen der Holzabfuhr ab, selbst wenn beim Nachbarn das Holz eher weggekommen ist! Die WBV beliefert über 10 Sägewerke mit rund 15 Frachtunternehmen. Mal geht bei dem einen Sägewerk mehr, mal bei dem anderen. Daher kommt es zu Verschiebungen in der Abfuhr. Generell wird es durch die verzögerte Abfuhr zu unvermeidbaren Qualitätsverlusten kommen,
    da der Werkseingang für die Qualitätsfeststellung maßgeblich ist. Schlagen Sie nicht unnötig Frischholz ein (keine Panikhiebe!), da aufgrund der Witterung das Holz sehr schnell verblauen wird.
  6. Nur die tatsächliche Bereitstellung zur Übernahme zählt. Voranmeldungen für Holz werden nicht mehr angenommen.

Die WBV versucht ihr Allerbestes – doch leider sind unsere Möglichkeiten nicht unendlich!

Die aktuellen Fixlängenpreise im Juli (bis die Vertragsmengen der WBV ausgeschöpft sind!):

Fichte Fixlängen frisch 2b-4b 80 € netto (84,5 € brutto), Käferabschlag 25 €

Aushaltung: 5,10er/4,10er, Zopf 15 cm o.R., Stock 50 cm o.R. Fixlängen mit größerem Stock erhalten einen Abschlag!

Fichte Langholz: Nur in Rücksprache!

2018-08-14T16:14:55+00:0010. Juli 2018|

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