Aktuell bieten sich beste Voraussetzungen, um dringend notwendige Ersteingriffe in Jungbeständen zu schneiden. Vor allem in Fichten Naturverjüngungen im Dickungs- und Jungwuchsstadium ist diese Maßnahme extrem wichtig. Bei dieser Pflege geht es vor allem um eine Stammzahlreduktion, das Herauspflegen von Mischbaumarten und das gezielte Fördern von Einzelstämmen. Das anfallende Material verbleibt im Bestand, deshalb sollten Pflegemaßnahmen vor Weihnachten abgeschlossen werden, um das Austrocknen zu garantieren (Käfergefahr im Folgejahr).

Pflegeeingriffe sind sehr zeitintensiv, deshalb bietet sich die Arbeit mit der 3-Mann starken WBV Rotte an. Es muss mit Kosten von bis zu 4000 Euro (stammzahlreiche Naturverjüngung mit hohem Arbeitsaufwand) netto je Hektar gerechnet werden (Bestandesabhängig!). Dies ist für viele Waldbesitzer auf den ersten Blick teuer, wobei der Nutzen für den Bestand bei weitem höher zu bemessen ist! Die lichteren Bestandesverhältnisse erhöhen den Zuwachs, es stehen mehr Ressourcen in Form von Wasser zur Verfügung welches nicht in den Kronen der dichten Bestände verdunstet, der Zuwachs kann auf die gewünschten Baumarten gelenkt werden, uvm.

Wenn Sie Interesse an dieser Dienstleistung der WBV haben, melden Sie sich bitte schnellstmöglich in der GS oder bei Ihrem zuständigen Förster.

Auch die staatliche Förderung zur Jungbestandspflege sollten Sie in Betracht ziehen. Diese wird vom zuständigen Revierleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bearbeitet. Die Flächen müssen jedoch vor Maßnahmenbeginn mit dem Revierleiter angeschaut und aufgenommen werden.